Wer auf unseren Veranstaltungskalender schaut, der findet im März viele interessante Angebote:   Karneval, Zempern, Konzerte, Frauentagsveranstaltungen uvm.


Besonders möchten wir auf die DEFA-Kinderfilmvorführung hinweisen, die im Schützenhaus am 12.03.17 stattfindet.  „Peter und das Einmaleins mit der Sieben“ wurde 1961 u.a.  in Jessen gedreht. Wir werden nicht nur das Jessen vor 56 Jahren sehen, sondern auch bekannte Schauspieler, wie Helga Göring, Gerd E. Schäfer und Agnes Kraus erleben.


Armin Döbelt, ein bekannter Jessener, wird im“Schützenhaus“ seine Modellbau- u. Diorama-Schau präsentieren. 6o Jahre Liebe zum Modellbau, zeitgetreue Miniaturdarstellung von Szenen aus dem ehemaligen Militärgebiet – jetzt Glücksburger Heide- , Fotos und viele Sammlerstücke (Uniformen) werden uns präsentiert.

Merken:       18. + 19.032017  Schützenhaus , in der Zeit von 9.30 – 17.00 Uhr



Circus HENRY ist in unserer Stadt, und zwar vom 16. – 19.03.2017. Mehr dazu findet man in den Aushängen.

Wir wünschen einen guten Start in den Frühling und grüßen herzlich aus dem Rathaus in Jessen.

Hier wieder eine Geschichte aus dem Büchlein  „Sagen und Geschichten aus dem Jessener Land“.


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Neidhammel

Jahrmärkte waren einst Anziehungspunkte für die Jugend. Hier konnten Bekanntschaften gemacht und somit auch Liebesbande geknüpft werden. Nicht nur die Dörfler zog es dort hin, die Schweinitzer gingen nach Schönewalde und nach Jessen. Die Jessener waren Stammgäste im Nachbarstädtchen Schweinitz. Es war so um 1850, die drei Jessener Freunde, der Schustergeselle Heinlein, der Brauer Schirrwagen und der Bäcker Zschimmer, gingen nach Schweinitz. Die ersteren, Heinlein und Schirrwagen, hatten nicht das Glück gepachtet, aber Zschimmer lernte sein Annettchen kennen. Die Freunde waren nicht nur neckisch, sie waren auch neidisch, ausgerechnet Zschimmer hatte es geschafft. Nun trotteten die Zwei wieder heimwärts, dabei kam ihnen der Gedanke, dem Zschimmer einen Schabernack zu spielen.
Die warme Nacht war ihnen recht. Da es oft bei Mühlen spuken sollte, fiel ihre Wahl auf die am Wege liegende Kleine Mühle. Hinter einem Gebüsch versteckten sie sich und entledigten sich ihrer Kleidung, nur das Hemd behielten sie an. Nach geraumer Zeit kam auch der Zschimmer, frohgemut ein Liedchen pfeifend. Da brachen sie mit viel Gekreische hervor und vollführten einen tollen Geistertanz. Der Ahnungslose wusste nicht wie: rück- oder vorwärts.
Doch da erinnerte er sich , Geister könnten oftmals durch einen Spruch betört werden. So rief er in die Nacht hinein ( in der Aufregung geriet er ins Stottern):

„ Alle tuten Teister loben Tott, den Herren,
ich bin Tschimmers Wilhelm aus Tessen,
mein Vater ist ein Bättermeister
und meine Mutter heißt Tarline,
und diesen Weg betrete is nie wieder.“
„ .... und der liebe Teist hat mir nichts getan.“


(Erlauschtes, Willi Eichler, Purzien)